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Wie fotografiere ich ein Dokument, damit es gut lesbar wird?

Licht, Unterlage, Haltung und Abstand entscheiden, ob ein Handyfoto als Dokument taugt. Was dabei hilft und was ein Programm danach noch ausgleicht.

Zuletzt aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Ein Handyfoto kann einen Scanner ersetzen

Wer keinen Scanner hat, fotografiert Rechnungen, Briefe und Formulare mit dem Handy. Die Kamera eines aktuellen Telefons löst fein genug auf, um eine DIN-A4-Seite gut lesbar abzubilden. Was ein Foto unbrauchbar macht, ist fast nie die Auflösung. Es sind Schatten, Spiegelungen, eine schräge Haltung und eine Seite, die sich vom Untergrund kaum abhebt. Alle vier lassen sich vor dem Auslösen beheben, und das kostet weniger Zeit als eine zweite Aufnahme.

Gleichmäßiges Licht ohne Schatten

Am besten fotografieren Sie bei hellem Tageslicht in der Nähe eines Fensters, aber nicht in der direkten Sonne. Direktes Licht erzeugt harte Schatten und lässt glänzendes Papier spiegeln. Am Abend ersetzt eine Lampe, die schräg von der Seite auf das Blatt scheint, das Tageslicht. Der Blitz ist dagegen meist die schlechtere Wahl, weil er in der Mitte des Blatts einen hellen Fleck hinterlässt, in dem die Schrift verschwindet.

Der häufigste Schatten ist der eigene. Wenn Sie zwischen Lampe und Blatt stehen, fallen Ihr Kopf und das Telefon als dunkle Fläche auf die Seite. Drehen Sie sich so, dass das Licht von der Seite kommt und nicht von hinten.

Eine Unterlage, die sich vom Papier abhebt

Ein weißes Blatt auf einem weißen Tisch hat keine sichtbare Kante. Für das Auge ist das ein kleines Problem, für ein Programm, das die Ränder der Seite finden soll, ein großes. Legen Sie helles Papier deshalb auf eine dunkle, einfarbige Fläche, etwa einen Holztisch oder einen dunklen Karton. Ein gemusterter Untergrund stört, weil seine Linien wie Kanten aussehen können.

Gerade über dem Blatt und mit etwas Rand

Halten Sie das Telefon möglichst parallel zum Blatt und genau darüber. Je schräger die Kamera steht, desto mehr wird die Seite im Foto zu einem Trapez, und desto stärker muss ein Programm sie später umrechnen. Das gelingt, aber die weiter entfernte Hälfte der Seite verliert dabei an Schärfe.

Die ganze Seite gehört ins Bild, mit einem schmalen Rand ringsum. Eine abgeschnittene Ecke lässt sich später nicht ergänzen, und wenn eine Ecke fehlt, kann auch keine Software die Seite sicher gerade ziehen. Tippen Sie vor dem Auslösen auf die Mitte des Blatts, damit die Kamera dort scharf stellt. Eine gewölbte Seite, etwa aus einem gebundenen Heft, drücken Sie so flach wie möglich, ohne die Finger auf den Text zu legen.

Was ein Programm danach noch ausgleicht

Ein Foto mit leicht schräger Haltung ist kein Grund für eine neue Aufnahme. Programme für Dokumente finden die vier Ecken der Seite und rechnen das Bild so um, dass daraus wieder ein gerades Rechteck wird. Diese Korrektur hat aber Grenzen. Unschärfe, eine Spiegelung über dem Text und eine abgeschnittene Ecke kann sie nicht beheben. Auch bei sehr geringem Kontrast zum Untergrund oder bei stark gewölbten Seiten findet die Erkennung die Ecken nicht immer richtig, und dann müssen Sie sie von Hand setzen.

Wenn Sie den Text der Seite später durchsuchen möchten, lohnt die Sorgfalt doppelt. Eine Texterkennung liest ein scharfes, gleichmäßig ausgeleuchtetes Foto deutlich zuverlässiger als eines mit Schatten über einer Zeile.

Wo Quorvyn Docyra dabei hilft

Quorvyn Docyra ist für den Schritt nach dem Foto gedacht. Sie übertragen das Bild vom Telefon auf den Rechner und importieren es dort. Docyra sucht die vier Ecken der Seite und richtet sie gerade aus. Liegt eine Ecke daneben, ziehen Sie sie mit der Maus an die Blattkante. Wirkt eine Aufnahme unscharf, zu dunkel, schief, abgeschnitten oder von einer Spiegelung überdeckt, weist Docyra darauf hin und sagt, wie eine neue Aufnahme besser gelingt. All das ist kostenlos und läuft auf Ihrem Rechner, ohne dass das Bild hochgeladen wird. Docyra befindet sich noch in Entwicklung und ist nicht erhältlich. Auf der Produktseite steht, für welche Systeme es vorgesehen ist und was es ausdrücklich nicht tut.